Den ganzen Artikel lesen »Wenn es um animierte Filme geht, streiten sich die Gemüter über das beste Produktionslager. Die einen sagen, klassische Disney-Zeichentrickfilme wie Schneewittchen, Die Schöne und das Biest und Der König der Löwen wären das Maß aller Dinge. Andere wiederum behaupten, Pixar hätte mit modernen Meisterwerken wie Toy Story, WALL-E und Ratatouille mittlerweile die Nase vorn. Und wieder andere schwören auf Studio Gibli und seine zauberhaften Animes, etwa Das Schloss im Himmel, Prinzessin Mononoke oder Chihiros Reise ins Zauberland. Wortlos könnte man sich hinter alle drei Aussagen stellen. Somit ist es auch durchaus gerechtfertigt, wenn wir Hayao Miyazakis im Studio Gibli produzierte Meisterwerk Das wandelnde Schloss in den Rang eines Klassikers erheben. Das skurrile Märchen über ein Mädchen, das seine Jugend verliert, einen gefiederten Ritter und ein Schloss, das auf Stelzen durch die Landschaft streift, ergreift gleichermaßen wie es berührt. Wer sich auf diese wundersame Zauberwelt einlässt, wird mit einer inspirierenden Geschichte belohnt, wie sie gemessen an ihrer Außergewöhnlichkeit selbst die Gebrüder Grimm überrascht hätte. Ein Klassiker!
Mission: Impossible, Die Muppets und Bejeweled
Den ganzen Artikel lesen »Nach einem grandiosen Einstieg, einer katastrophalen Fortsetzung und einem unterhaltsamen dritten Teil geht Mission: Impossible in die vierte Runde: Phantom Protokoll heißt der neue Agentenreißer mit Tom Cruise, Paula Patton, Jeremy Renner und Simon Pegg. Regisseur Brad Bird, der zuvor lediglich Pixar-Animationsfilme dirigierte, erweist sich als Glücksgriff: Sein Live Action-Filmdebüt fällt nicht weniger spannend aus als die letzten Abenteuer des Kollegen Bourne, Liam Neesons brachialer Racheakt Taken oder James Bonds Karriereneustart. Dabei überzeugen Hauptdarsteller wie Regisseur gleichermaßen: Das Agentenquartett Cruise / Renner / Pegg / Patton wird in ein furioses Action-Gewand gebettet, das nicht mit spektakulären Kameraeinstellungen geizt. Protagonist Cruise mimt dabei mit voller Inbrunst: Wenn er im Film an Wolkenkratzern entlangklettert, ist das auch in der Realität so geschehen – hier kennt der waghalsige Hollywood-Star kein Pardon! Die Geschichte wirkt schlüssig und das Ensemble begeistert – so muss Action-Kino aussehen!
Der Gott des Gemetzels, The Ides of March und Mein Freund, der Delfin
Den ganzen Artikel lesen »Heute sind unsere Wochentipps mit derart vielen Hochkarätern besetzt, dass selbst Robert Downey Jr. und sein zweites Sherlock Holmes-Abenteuer Spiel im Schatten keinen Platz mehr finden. Über allem thront dabei Roman Polanskis Kammerspiel-Komödie Der Gott des Gemetzels. Polanski, der mit seinen Meisterwerken Der Pianist, Rosemary’s Baby und Chinatown bereits Kinogeschichte schrieb, liefert hier eine weitere überragende Regiearbeit ab. Seine Verfilmung des gleichnamigen französischen Theaterstücks kommt zu einem großen teil mit nur vier Schauspielern aus, die den Film allein durch ihr inbrünstiges Spiel tragen. Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly und Christoph Waltz verleihen ihren beispielhaft gezeichneten Charakteren Witz und Charme, machen den lediglich 80-minütigen Streifen zu einem unglaublich komischen Erlebnis, das zeigt, wie der vermeintlich kultivierte Mensch an trivialen Konflikten zerbricht. Kein 3D, kein CGI, keine anderen Einflüsse der Neuzeit. Das ist Kino, wie es im Buche steht!
Melancholia, Der gestiefelte Kater und Zurück in die Zukunft
Den ganzen Artikel lesen »Was war das nur für ein Skandal: Während der Filmfestspiele von Cannes äußerte sich Regisseur Lars von Trier extrem unvorteilhaft über das Dritte Reich und degradierte sich selbst zur verpönten “Persona non grata”. Dem Erfolg seines Filmes tat das keinen Abbruch: Melancholia wurde mit dem Darstellerpreis (Kirsten Dunst) ausgezeichnet und von der internationalen Fachpresse hoch gelobt. Und das hat der Film wahrlich verdient. Exzentriker Von Trier, der mit seinem minimalistischen Bühnenstück Dogville bereits einen gigantischen künstlerischen Erfolg verbuchen konnte, übertrifft sich selbst: Er inszeniert ein apokalyptisches Trauerspiel, das wir in vergleichbarer Größenordnung eigentlich nur aus Roland Emmerich- oder Michael Bay-Produktionen kennen, ist sich jedoch nicht zu schade, den Hollywood’schen Knalleffekten mit präzisen Charakterportraits und einem ernsthaften Unterton zu entsagen. Kirsten Dunst nutzt die Gunst der Stunde, alle vorangegangenen schauspielerischen Leistungen für nichtig zu erklären und mit Melancholia in die Oberliga aufzusteigen. Da fehlt sicher nur noch die richtige Rolle, dann reicht’s auch zur Oscar-Nominierung! Ganz großes Kino!
Let Me In, Game of Thrones und L.A. Confidential
Den ganzen Artikel lesen »Heute wird es finster bei den Verleihshop-Wochentipps: Mit Let Me In, Game of Thrones und L.A. Confidential stürzen wir uns heute in die tiefsten Tiefen verschiedener Zeitepochen. Ersterem gebührt dabei die volle Aufmerksamkeit: Let Me In ist ein Remake des schwedischen Vampir-Klassikers So finster die Nacht von 2008. Was angesichts der Qualität von Tomas Alfredsons Original eigentlich überflüssig wäre, gerät in den Händen von Matt Reeves zur ebenso makellos inszenierten wie spannenden Neuauflage, die einen Vergleich mit dem Original nicht scheuen, ihn aber auch nicht provozieren braucht. Let Me In wurde in erster Linie sowieso nur gedreht, um die ergreifende Geschichte zweier seelenverwandter Schulkinder für das US-Publikum tauglich zu machen. Aber sei’s drum: Let Me In ist ein ebenso gelungenes Werk wie sein Wegbereiter und begeistert mit seinen tollen Figuren und einigen teilweise schockierenden Szenen ebenso, wie es das Original tat.









