Portal 2 – Mit Hirnschmalz durch die Nervenklinik

Portal 2Vor etwa vier Jahren erschien der innovationsgeladene, meisterhaft inszenierte Puzzle-Shooter Portal als Teil der Orange Box-Compilation. Presse und Spieler zeigten sich gleichermaßen beeindruckt von der brillanten Spielidee und deren kongenialer Umsetzung durch Entwickler Valve. Nun bringt die amerikanische Spieleschmiede den Nachfolger Portal 2 auf den Markt – und übertrifft damit sogar seine eigene Meisterleistung von 2007.

Wie erwartet und von den Fans gewünscht ist Valve seinem visionären Spielprinzip treu geblieben und bläht die herrlich-konfuse Portal-Logik lediglich mit zahlreichen neuen Mechaniken zu einem vollwertigen Single- und Multiplayer-Game auf. Die Idee: Mit Hilfe einer Portal-Kanone kann der Spieler bis zu zwei ovale Tore projezieren, die miteinander verbunden sind. Betritt man eines dieser Portale, kommt man aus dem anderen wieder heraus – und umgekehrt. Aus dieser Grundidee ergeben sich einige der cleversten Rätsel der Videospielgeschichte.

Auch wenn das Spielprinzip harmlos ist und nahezu vollständig ohne Gewalt auskommt, richtet sich Portal 2 vornehmlich an ein erwachsenes Publikum, das sowohl die Hintergrundgeschichte als auch den bizarren Humor des feindlich gesinnten Computers Glados richtig zu interpretieren und vor allem zu schätzen weiß. Wer den nötigen Hirnschmalz mitbringt, wird den Einzelspielermodus schnell beendet haben und kann sich fortan der Herausforderung des kooperativen Mehrspieler-Parts stellen, in dem man zu zweit Portale erzeugen und so einen weiteren Stoß knackiger Rätsel lösen kann.

Unser Fazit: Portal 2 ist eine mehr als erträumenswerte Fortsetzung, die den Geist des ersten Teils einfängt und ein weiteres Mal beweist, dass nicht alles, was wie ein Ego-Shooter aussieht, auch zwangsläufig ein Ego-Shooter ist. Wir schließen uns den zahlreichen positiven Meinungen aus den Weiten des Internets an und geben eine klare Empfehlung! Hier kommt es auf den Grips an – nicht auf den Munitionsvorrat.

Tags: