J-Junk – Hardcore to the core

J-JunkHeute wagen wir uns bis zur Schmerzgrenze vor. Denn unser heutiger Lesetipp ist zwar durchaus berechtigt, keinesfalls aber etwas für jedermann: J-Junk, der kunterbunte Blog zum Thema Anime-Kultur. Wer mit Kulleraugen, überzeichneter Emotion und einen Hang zum Klischee nix anfangen kann, ist hier definitiv falsch. Allen anderen ermöglichen die Betreiber Idolmeister und Andergraund seit August 2011 einen Einblick in eine faszinierende Traumwelt, die skurriler und kindlicher nicht sein könnte.

J-Junk verschreibt sich keiner begrenzten Inhaltskonvention, sondern vereint schlichtweg alles, was in irgendeiner Form etwas mit Anime und Manga zu tun hat. Das können etwa Beiträge über Sammelfiguren, Videospiele, Events, Zeichnungen und Artbooks, die japanische Kultur und viele andere Dinge sein. Gerade wegen dem öfter aufblitzenden Bezug zur Gaming-Welt und zum Anime-Kino haben wir uns dazu entschieden, den Blog in unsere Leseecke aufzunehmen. Zugegeben: Den Texten würde an einigen stellen das scharfsinnige Auge eines Lektoren gut tun, doch die Betreiber wissen um ihren sorglosen, lockeren Stil und setzen verstärkt auf die Sogwirkung bizarrer Inhalte. Das verdeutlicht allein schon die Kategorie „Weird Stuff“, bei der man schon extrem hartgesotten sein muss, um der Faszination für die japanische Popkultur angemessen Tribut zollen zu können. Gerade in diesem Zusammenhang macht sich der angenehme Kontrast zu unseren „Standard“-Lesetipps bemerkbar. Wer bereit ist, sich von seiner westlich geprägten Geisteshaltung zu entfernen und seinen Sinnen einen erfrischenden Exkurs in fremde Kulturen zu gönnen, der wird mit einer spannenden Reise durch eine der schillerndsten, buntesten und abgefahrensten Welten unseres Planeten belohnt.