movie 2k, kino.to und co. – Piraterie zahlt sich nicht aus

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Sie gehören zu den meistbesuchten Internetseiten der deutschsprachigen Nutzer: Kino.to, movie 2k und vergleichbare Portale, die es ermöglichen, Filme und Serien kostenlos anzusehen. Gerade in Zeiten der 3D-, Überlängen- und Wochenendzuschläge meiden selbst Filmfans das örtliche Lichtspielhaus und verfallen etwa dem fragwürdigen Geschäftsmodell eines movie 2k. Es ist ein Trend, der sich durch alle Generationen des Internetzeitalters zieht und den zu stoppen viel mehr noch als von der Gesetzesgrundlage vom ethischen Denken der Gesellschaft abhängt.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot – auch bei movie 2k

Eines steht fest: Mit Webseiten wie movie 2k statuiert der Verbraucher ein Exempel. Wenn Luxusgüter wie Filme, Videospiele, Musikalben und andere digitale Medien für den Großteil der Konsumenten zu teuer werden, steigt die Nachfrage nach gesetzeswidrigen, günstigeren Beschaffungsmaßnahmen – das ist ein Kreislauf, der nicht nur der Unterhaltungsbranche vorbehalten ist. Diese Reaktion sorgt dafür, dass sich die Hersteller solcher Medien nach alternativen, vermeintlich verbraucherfreundlicheren Vertriebs- bzw. Produktionsmethoden umsehen müssen, die die Bereitschaft des Kunden, für ein Produkt zu zahlen, wecken und so gesunde wirtschaftliche Verhältnisse festigen.

Aber auch der Konsument ist gefragt: Ohne die Einsicht, dass die Nutzung von movie 2k und co. entgegen der oftmals als Rechtfertigung herangezogenen Phrase des „gesetzlichen Graubereichs“ nicht nur gegen das Gesetzt, sondern auch jegliche ethischen Richtlinien zum erfolgreichen Miteinander verstößt, hat die Unterhaltungsindustrie wenig Chancen auf Genesung. Ein Umdenken muss stattfinden. Dem Nutzer von beispielsweise movie 2k muss bewusst werden, dass er sich mit dem unbezahlten Konsum eines Filmes via Internet-Stream ebenso strafbar macht, wie mit dem Diebstahl einer Glasfigur vom Kunstwarenhändler des hiesigen Marktplatzes. In beiden Fällen hat ein Mensch oder eine Gemeinschaft von Menschen ein Produkt kreiert, dessen Erschaffer, Materialien und Fertigung irgendwie finanziert werden müssen. Findet diese Form von Honorierung nicht statt, blüht dem Filmproduzenten bzw. dem Glasbläser der wirtschaftliche Ruin.

movie 2k und kino.to – Das Geschäft, das sich nicht lohnt

In gewisser Weise schneidet sich der movie 2k-Konsument also ins eigene Fleisch. Denn: Wo es keine Filmproduktion mehr gibt, gibt es auch keine Filme. Ein Handel besteht immer aus zwei Parteien, die sich über die Konditionen einig sein müssen. Scheint das Geschäft für eine dieser Parteien nicht mehr attraktiv, kommt es nicht zustande. Indem der Kunde also kostenlose Filme auf Portalen wie movie 2k guckt, Videospiele brennt oder Musik herunterlädt, schadet er in erster Instanz der Industrie und in zweiter Instanz sich selbst.

Zudem geht mit dieser Form von Piraterie ein großes Risiko einher: Anwälte mit Spezialisierung auf Abmahnungen – von denen es in Deutschland genügend gibt – sind tagtäglich damit beschäftigt, die digitale Piratenszene von movie 2k und co. mit hohen Geldstrafen aufzumischen. Wer stiehlt, muss also auch im Web die Konsequenzen tragen.

„Auf wiedersehen“ zu movie 2k und Konsorten

Doch unabhängig von allen Drohungen und Strafen gegen Urheberrechtsverletzer sollte sich jeder Filmfreund, jeder Gamer, jeder Musikliebhaber und jeder Bücherwurm die Frage stellen, warum die eigenen Prioritäten eine angemessene Entlohnung für große Meisterwerke der Unterhaltungsgeschichte wie das Mafia-Epos Der Pate, der philosophische Shooter BioShock oder das zeitlose Musikalbum Thriller nicht zulassen. Wie konnte es soweit kommen, dass sich das Werteverständnis der Gesellschaft so weit zurückentwickelt, dass selbst 1,99 Euro für eine Woche Filmgucken zu viel scheinen und sich Webseiten wie movie 2k bester Besucherzahlen erfreuen?

Es wird Zeit, der Philosophie von kino.to und movie 2k abzuschwören und mal wieder „Danke“ zu sagen.