Aliens, Madagascar und Abraham Lincoln

Aliens: Colonial MarinesMadagascar 3: Flucht durch EuropaAbraham Lincoln: VampirjägerEs erregte über lange Zeit Aufmerksamkeit, galt dann wegen einer zu intensiven Informationspause als gecancelt und wurde schließlich über mehrere Jahre zu Ende entwickelt. Insgesamt dürften nun mittlerweile mehr als 6 Jahre vergangen sein, seitdem die Spielewelt erste Lebenszeichen von dem Action-Spiel wahrnahm, das diese Tage unter dem Titel Aliens: Colonial Marines erscheint. Typisch für das Erfolgs-Franchise, das Ende der 70er mit Ridley Scotts Filmklassiker Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt seinen Anfang nahm, treffen hier Science-Fiction-Kulissen auf starke Horror-Elemente, verpackt in ein gängiges Shooter-Gameplay. Skeptiker, die dem Titel bereits eine Durchschnittsqualität prophezeiten, können aufatmen: Aliens: Colonial Marines erfindet zwar das Rad nicht neu, sorgt aber für mulmig gruselige Schauerstimmung im Stil von James Camerons Sci-Fi-Meisterwerk Aliens – Die Rückkehr. An Schockmomenten wird nicht gespart, inszenatorisch und spielerisch lässt sich die SEGA-Produktion zudem nichts zu Schulden kommen, wenngleich sie keine neuen Maßstäbe wie etwa Electronic Arts‘ Dead Space setzt. Spielenswert ist diese finstere Exkursion in die höllischen Weiten des Alls allemal!

Deutlich besser für unser jüngeres Publikum geeignet ist hingegen Madagascar 3: Flucht durch Europa. In diesem Sequel verschlägt es das ungleiche Tierquartett auf den Titel gebenden Kontinent und lässt sie ein weiteres Mal wilde Abenteuer erleben. Dass die Gags mit ihrem Slapstick-Gehalt typisch für das Franchise fast ausschließlich auf Kinder zielen, lässt sich angesichts der rasanten Inszenierung verschmerzen. Zwar wird Erwachsenen bei weitem nicht so viel Reibungsfläche wie mit den meisten Pixar-Filmen geboten, doch um die Jüngsten unter uns zum Lachen zu bringen, reichts allemal aus!

Abschließend gibt es noch das Jahreshighlight für Trash-Freunde: Abraham Lincoln – Vampirjäger. Was der Name verspricht, hält der Film: Nichts liegt näher, als den wohl populärsten aller Amerikanischen Präsidenten für einen geschickten Titelschachzug und das wohl abstruseste aller Trash-Szenarien zu missbrauchen? Noch dazu kurz bevor Steven Spielbergs Historien Epos Lincoln in den Kinos anläuft. Herausgekommen ist ein sinnfreies CGI-Gemetzel, das sich zu keiner Sekunde ernst nimmt. Witzig!