Minecraft, Stirb Langsam 5 und The Master

MinecraftStirb Langsam 5The MasterEines der populärsten und erfolgreichsten Videospielwerke der jüngsten Vergangenheit hat nun endlich den Sprung vom kleinen PC-Indie-Game zum Xbox 360 Retail-Reißer geschafft: Minecraft, das unscheinbare Puzzlespiel, mixt Elemente des Survival-Action-Adventures mit denen eines Aufbau-Strategiespiels – und erschafft trotz seines gnadenlos untertriebenen Technikstandards ein absolut spielenswertes Taktik-Game, das bereits Millionen weltweit in seinen Bann gezogen und unzählbar viel Lebenszeit eingefordert hat. Aus der Ego-Perspektive hämmert sich der Spieler durch ein formbare 3D-Pixelwelt, errichtet in bester LEGO-Manier Festungen, Untergrundlabyrinthe oder Himmelsschlösser und verteidigt sich nebenbei gegen Horden von viereckigen Zombies. Und so merkwürdig das klingt: Mehr suchtpotenzial hat kaum ein anderes Spiel. Allein der Aufbau-Aspekt könnte als „Virtueller LEGO-Bausatz mit unendlich vielen Steinen“ über Jahre an den Controller fesseln. Deswegen sprechen wir trotz aller Empfehlung auch eine Warnung aus: Wer Minecraft spielt, braucht neben unglaublich viel freier Zeit auch Disziplin, um irgendwann wieder aufhören zu können!

Trotz der vielen schlechten Kritiken entscheiden wir uns zudem für eine Empfehlung von Stirb Langsam 5, dem aktuellen Teil der zeitlosen Action-Serie mit Altstar Bruce Willis. Auch diesmal werden wieder unzählige Autos in die Luft gejagt, Sprüche geklopft und Magazine entleert. Doch so wenig unterhaltsam, wie uns die halbe Welt glauben machen will, ist Stirb Langsam 5 bei weitem nicht: Bruce Willis verbucht erneut zahlreiche Lacher für sich, Neuzugang Jai Courtney setzt erfrischende Charakterakzente und die Special Effects lassen das Werk von Regisseur John Moore von allen Seiten glänzen. Sicherlich haben wir es hier mit dem schwächsten Teil der Serien zu tun – keinesfalls aber mit einem schlechten Film!

Und in dem religiösen Sektendrama The Master spielen Phillip Seymour Hoffman, Joaquin Phoenix und Amy Adams so gut auf, als würde es um den sicheren Gewinn des Oscars gehen (keiner von dreien gewann die goldene Trophäe während der letzten Gala, nominiert waren sie jedoch alle!). Neben seiner beängstigend faszinierenden Story lebt The Master auch von der bewährten Regiehand Paul Thomas Andersons, der sich bereits mit There will be blood, Boogie Nights und Magnolia einen Namen machte.